2017-10-17

Die Architektur der Stadt – Aldo Rossis Gegenwelten




Auf dem Höhepunkt der Nachkriegsmoderne veröffentlicht der italienische Architekt Aldo Rossi das Traktat „L’Architettura della Città.“ Gegen das herrschende Leitbild des autogerechten Bauens stellt er die Stadt als einen von der Geschichte durchdrungenen Ort und als das gebaute Archiv des kollektiven Gedächtnisses vor. Zum Ziel seiner Theorie der baukünstlerischen Gestaltung wird deshalb eine Architektur der symbolischen Formen und der identitätsstiftenden Imagination. Entscheidende Bedeutung kommt dabei den öffentlichen Bauten und Plätzen zu. Als Monumente führen sie den Bewohnern der Stadt in der Geschäftigkeit ihres Alltags die Präsenz der Vergangenheit in der Gegenwart vor Augen und ermöglichen die Identifikation mit dem Ort. Damit wurde Aldo Rossi zu einem Wegbereiter der postmodernen Architektur.

Der Vortrag fand am Dienstag, 17. Oktober 2017 im UAA statt.

Programm

Begrüßung: Sophia Ungers, UAA / Köln
Einführung: Wolfgang Reul, FSB / Brakel
Vortrag: Bettina Rudhof, Kunsthistorikerin / Frankfurt am Main

Titelbild: Aldo Rossi, Rathausplatz und Denkmal für den Widerstand, Segrate bei Mailand 1965.
Titelbild mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt am Main, Inv.-Nr. DAM 83/522.

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