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06.12.2018

Hybrid Tbilisi

Betrachtungen zur Architektur in Georgien



Copyright by Erik-Jan Ouwerkerk, 2018

Unter dem Motto "Georgia – Made by Characters" gastierte Georgien 2018 erstmalig auf der Frankfurter Buchmesse. Im Vorfeld dazu hat das Deutsche Architekturmuseum eine Exkursion in die Hauptstadt Tiflis unternommen. Daraus entstand in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Irina Kurtishvili und anderen georgischen Akteuren die Ausstellung "Hybrid Tbilisi – Betrachtungen zur Architektur in Georgien", die noch bis zum 13. Januar 2019 im DAM zu sehen ist.
Es sind vor allem die unterschiedlichen baulichen Schichten, in denen sich verschiedene politische Zeiten des Landes widerspiegeln, die Tiflis interessant machen. Die brutalistische Architektur der Sowjetzeit wird mittlerweile von spektakulären Neubauten kontrastiert, die ihrerseits neben klassizistischer Architektur des 19. Jahrhunderts und mittelalterlichen Kirchen stehen. Das Gefühl des „nicht hier – nicht dort“, geistig und geografisch zwischen Russland, Europa und der Türkei, zwischen Orient und Okzident hat eine besondere Identität in Georgien hervorgebracht, die sich vor allem in den Straßen von Tiflis manifestiert. Aktuell wird viel gebaut, rekonstruiert und abgerissen in der Stadt – nicht von ungefähr fand Ende Oktober die erste Architekturbiennale in Tiflis statt.
Im UAA sprachen am 06. Dezember Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt und Irina Kurtishvili, Kuratorin der Ausstellung "Hybrid Tbilisi", über zeitgenössische Architektur aus der Ära Saakashvili und über die Geschichte des Wohnens in der Stadt von den großbürgerlichen Palästen über die sowjetischen Plattenbauten bis hin zum aktuellen dernier cri, den Eurostyle Condominiums.


Die Veranstaltung wurde unterstützt von:

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